Feuerstein, Stahl & Zunder + Anleitung zum Feuer schlagen


Feuerschläger und Feuerset


Feuerstähle sind seit der späten Römerzeit (ca. 400 n. Chr.) in Europa bekannt und wurden aus aufgekohlten Stahl geschmiedet.
Diese frühesten Feuerstähle hatten eine klassische Zweckform, die im Laufe der Jahrhunderte unzähligen Modifizierungen in Form und Größe unterlag.
Heute werden Feuerschläger aus Werkzeugstahl geschmiedet. Seine typische (und zum Feuerschlagen nötige), spröde Eigenschaft erhält er durch Härten in Eiswasser. Deshalb kann der Feuerschläger durch unsachgemäße Handhabung oder Herunterfallen zerbrechen.
Unsere Feuerschläger sind nicht einfach umgeschmiedete, alte Feilen, sondern richtige Feuerstähle. Sie werden in Handarbeit in Deutschland hergestellt und sind kein billiger "Indienmist".
Wir testen _jeden_ Feuerschläger selbst auf Funkenbildung. Bei uns schlägt also ganz gewiss jeder Funken :-)

Feuerset im Beutel

Feuerset im Lederbeutel mit Feuerschläger, Feuerstein, ein wenig Zunder und einer Anleitung auf ambientigem Papier.
Im Gegensatz zur weit verbreiteten Praxis ist der Feuerschläger in diesem Set nicht irgendwo im Ausland hergestellt (meist auch noch von Jemandem der nicht versteht, was er da eigentlich herstellt) sondern in Deutschland von einem Experten handgeschmiedet und passend gehärtet so daß er richtig funktioniert und nicht nur so aussieht.

Feuerschläger FSSTA

Unser beliebter standard Feuerschläger :-)
Liegt am besten in der Hand und hat das beste Preis-/Leistunsverhältnis. Sprich: Besonders auch für alle Anfänger zu empfehlen.
Nordisch, 8. - 10. Jh.
ca. 8-9 cm lang
Im Gegensatz zur weit verbreiteten Praxis ist dieser Feuerschläger nicht irgendwo im Ausland hergestellt (meist auch noch von Jemandem der nicht versteht, was er da eigentlich herstellt) sondern in Deutschland von einem Experten handgeschmiedet und passend gehärtet so daß er richtig funktioniert und nicht nur so aussieht.


Feuerschläger FSA8

Süßer kleiner Feuerschläger. Paßt in jeden Beutel.
Replik eines slawischen Feuerschlägers (Pene). Frühmittelalter.
ca. 6 cm lang
Im Gegensatz zur weit verbreiteten Praxis ist dieser Feuerschläger nicht irgendwo im Ausland hergestellt (meist auch noch von Jemandem der nicht versteht, was er da eigentlich herstellt) sondern in Deutschland von einem Experten handgeschmiedet und passend gehärtet so daß er richtig funktioniert und nicht nur so aussieht.

Feuerschläger FSA9

Feuerschläger zum rein greifen.
Replik eines alemannischen Feuerstahls. Etwa 6-7 Jh.
ca. 8 cm lang
Im Gegensatz zur weit verbreiteten Praxis ist dieser Feuerschläger nicht irgendwo im Ausland hergestellt (meist auch noch von Jemandem der nicht versteht, was er da eigentlich herstellt) sondern in Deutschland von einem Experten handgeschmiedet und passend gehärtet so daß er richtig funktioniert und nicht nur so aussieht.

Feuerschläger FSA2

Das Original wurde in einem alemannischen Grab gefunden. Frühes Mittelalter.
ca. 7-8 cm
Im Gegensatz zur weit verbreiteten Praxis ist dieser Feuerschläger nicht irgendwo im Ausland hergestellt (meist auch noch von Jemandem der nicht versteht, was er da eigentlich herstellt) sondern in Deutschland von einem Experten handgeschmiedet und passend gehärtet so daß er richtig funktioniert und nicht nur so aussieht.

Feuerschläger FSA6

Verschnörkelter Feuerschläger.
Vorbild war hier ein Feuerstahl aus der Schweiz. 16. Jh.
ca. 7,5-9,5 cm lang
Im Gegensatz zur weit verbreiteten Praxis ist dieser Feuerschläger nicht irgendwo im Ausland hergestellt (meist auch noch von Jemandem der nicht versteht, was er da eigentlich herstellt) sondern in Deutschland von einem Experten handgeschmiedet und passend gehärtet so daß er richtig funktioniert und nicht nur so aussieht.

Feuerschläger FSA7

Das Original stammt aus einer Grabung in der Wikingerstadt Birka.
ca. 7x5 cm
Im Gegensatz zur weit verbreiteten Praxis ist dieser Feuerschläger nicht irgendwo im Ausland hergestellt (meist auch noch von Jemandem der nicht versteht, was er da eigentlich herstellt) sondern in Deutschland von einem Experten handgeschmiedet und passend gehärtet so daß er richtig funktioniert und nicht nur so aussieht.

Feuerschläger FSA15

Kleiner Feuerstahl mit Ring.
Länge ohne Ring ca. 6,5 cm
Im Gegensatz zur weit verbreiteten Praxis ist dieser Feuerschläger nicht irgendwo im Ausland hergestellt (meist auch noch von Jemandem der nicht versteht, was er da eigentlich herstellt) sondern in Deutschland von einem Experten handgeschmiedet und passend gehärtet so daß er richtig funktioniert und nicht nur so aussieht.

Feuerschläger FSA19

ca. 10,5 cm
Im Gegensatz zur weit verbreiteten Praxis ist dieser Feuerschläger nicht irgendwo im Ausland hergestellt (meist auch noch von Jemandem der nicht versteht, was er da eigentlich herstellt) sondern in Deutschland von einem Experten handgeschmiedet und passend gehärtet so daß er richtig funktioniert und nicht nur so aussieht.

Feuerschläger FSA18

Kolonialenglisch ca. 1700-1800
ca. 8,5 cm
Im Gegensatz zur weit verbreiteten Praxis ist dieser Feuerschläger nicht irgendwo im Ausland hergestellt (meist auch noch von Jemandem der nicht versteht, was er da eigentlich herstellt) sondern in Deutschland von einem Experten handgeschmiedet und passend gehärtet so daß er richtig funktioniert und nicht nur so aussieht.

Feuerschläger FSA21

Kleiner Feuerstahl in Form eines Wals.
Super schöne Form aber etwas komplizierter zu halten und damit nicht ganz so einfach in der Handhabung wie die meisten anderen Feuerschläger. Sprich: nicht unbedingt für Anfängerworkshops zu empfehlen.
Länge ca. 5 cm, Höhe ca. 4 cm
Im Gegensatz zur weit verbreiteten Praxis ist dieser Feuerschläger nicht irgendwo im Ausland hergestellt (meist auch noch von Jemandem der nicht versteht, was er da eigentlich herstellt) sondern in Deutschland von einem Experten handgeschmiedet und passend gehärtet so daß er richtig funktioniert und nicht nur so aussieht.

Feuerschläger FSA14

Das Aussehen dieses Feuerstahls wurde von der Form der Wikingerschiffe inspiriert.
ca. 5,5 cm
Im Gegensatz zur weit verbreiteten Praxis ist dieser Feuerschläger nicht irgendwo im Ausland hergestellt (meist auch noch von Jemandem der nicht versteht, was er da eigentlich herstellt) sondern in Deutschland von einem Experten handgeschmiedet und passend gehärtet so daß er richtig funktioniert und nicht nur so aussieht.

Feuerschläger Rohling FSA24

Rohling zum Feuerschläger selbst basteln. Im Grunde ist der Feuerschläger schon fertig und braucht nur noch einen Griff :-)
Breite ca. 6,5 cm
Höhe ca. 2 cm
Dicke ca. 4,5 mm
Lochdurchmesser ca. 2,5 mm
Messing Vollnieten gibt es hier.
Im Gegensatz zur weit verbreiteten Praxis ist dieser Feuerschläger nicht irgendwo im Ausland hergestellt (meist auch noch von Jemandem der nicht versteht, was er da eigentlich herstellt) sondern in Deutschland von einem Experten handgeschmiedet und passend gehärtet so daß er richtig funktioniert und nicht nur so aussieht.

Feuerschläger Rohling FSA25

Rohling zum Feuerschläger selbst basteln. Im Grunde ist der Feuerschläger schon fertig und braucht nur noch einen Griff :-)
Breite an breitester Stelle ca. 7 cm
Dornlänge ca. 1,5 cm
Dorndurchmesser ca. 3 mm
Ein schöner Griff dafür läßt sich z.B. mit einer Minikantel oder einem Stück Geweih sehr leicht bauen.
Passende Bohrer gibt es hier.
Im Gegensatz zur weit verbreiteten Praxis ist dieser Feuerschläger nicht irgendwo im Ausland hergestellt (meist auch noch von Jemandem der nicht versteht, was er da eigentlich herstellt) sondern in Deutschland von einem Experten handgeschmiedet und passend gehärtet so daß er richtig funktioniert und nicht nur so aussieht.

Schwedischer Feuerstahl


Nicht authentisch aber verdammt effektiv.
Ich hatte beim Fotografieren der Anleitung dazu einen Heidenspaß. :-)
Ursprünglich wurde er für schwedische Soldaten entwickelt um das Entzünden von Feuer bei jedem Wetter zu ermöglichen.
Die ca. 3000°Celsius heißen Funken entzünden Zunder, Gasherde und sogar Holzwolle problemlos.
Wer ein wenig Basteltalentiert ist, kann sich selbst einen Griff bauen, z.B. aus einem Stück Geweih oder Holz.
Statt eines Reibmetalls läßt sich übrigens auch ein Messer zur Funkenbildung verwenden. Sieht sehr stylish aus :-)
Bei der erste Benutzung ist der Stab noch rundrum dunkel und produziert keine oder nur wenige Funken. Ich vermute das ist so eine Art Korrosinsschutz. Sobald der aber durch die ersten Versuche abgeschabt ist und der Stab hell wird funktioniert alles wie zu erwarten. :-)

Schwedischer Feuerstahl, lose

ca. Maßeca. Zündungen
Größe 14,7 x 50 mmbesonders schlank und platzsparend
Größe 26 x 60 mmdie Standardgröße3.000
Größe 38 x 75 mmecht groß
Größe 410 x 72 mmDie Riesengröße - wenn's mal was mehr sein darf :-)12.000


Was wir hier verkaufen ist die gute europäische Ware und nicht der billige Chinakram. Ist ein merklicher Unterschied bei der Funkenbildung.
Auf den Verarbeitungsbeispiel Bildern links habe ich immer Größe 2 verwendet. Ist meine persönliche Lieblingsgröße.
Größe 1 würde ich für besonders kleine Feuerstähle die wenig Platz wegnehmen sollen empfehlen.
Ein passendes Reibmetall gibt es hier, aber im Grunde funktioniert das auch mit jedem normalen Messer.

Ein paar Worte zu Bohrern:
Bei enorm harten Hölzern ist z.B. für die Größe 2 eine 6 mm Bohrung ausreichend paßgenau. Aber bei weicheren Hölzern habe ich gerne etwas mehr Halt, da das Holz ja auch bei Benutzung noch ein wenig nachgibt. Mit einem 5,9 mm Bohrer sitzen die Stähle dann wie die Wurst in der Pelle. Ich liebe das!
Deswegen haben wir "Zehntelbohrer" (HSS-G Spiralbohrer) ins Programm genommen.

Wie funktioniert ein schwedischer Feuerstahl ?

geschmiedetes Reibmetall



Schwedischer Feuerstahl mit schlichtem Holzgriff

Reicht für ca. 3.000 Zündungen.
Ein passendes Reibmetall gibt es hier, aber im Grunde funktioniert das auch mit jedem normalen Messer.
Hat ein Loch für ein Ziegenlederband. Passende Lederbänder gibt es hier.
Mit Leinöl gefinisht und komplett in Deutschland hergestellt.
Wie funktioniert das?

Und wer es luxuriöser mag: Handgedrechselte Einzelstücke aus besonderen Hölzern gibt es hier :-)

Menge:
10,95 € / Stk.

Schwedischer Feuerstahl mit Geweihgriff (Sambarhirsch)

Reicht für ca. 3.000 Zündungen.
Ein passendes Reibmetall gibt es hier, aber im Grunde funktioniert das auch mit jedem normalen Messer.
Wie funktioniert das?

Schwedischer Feuerstahl mit Geweihgriff (Rentier)

Der Rentiergeweihgriff ist ca. 5-8 cm lang.
Reicht für ca. 3.000 Zündungen.
Ein passendes Reibmetall gibt es hier, aber im Grunde funktioniert das auch mit jedem normalen Messer.
Wie funktioniert das?


Schwedischer Feuerstahl mit Griff aus Geweihspitze

Größe
Feuerstahl Maße
(ohne Griff), ca.
Beschreibung
ca. Zündungen
1 4,7 x 50 mm besonders schlank und platzsparend, kann als Anhänger um den Hals getragen weden

2 6 x 60 mm die Standardgröße 3.000
3 8 x 75 mm echt groß
4 10 x 72 mm Die Riesengröße - wenn's mal was mehr sein darf :-) 12.000

Ein passendes Reibmetall gibt es hier, aber im Grunde funktioniert das auch mit jedem normalen Messer.
Wie funktioniert das?

Rothirsch

Menge:
15,95 € / Stk.

Sebastians Feuerstähle



Wie so etwas entsteht:


Schwedischer Feuerstahl mit gedrechseltem Griff, Einzelstück

Reicht für ca. 3.000 Zündungen.
Ein passendes Reibmetall gibt es hier, aber im Grunde funktioniert das auch mit jedem normalen Messer.

Es sind alles von Sebastian in seiner Freizeit von Hand gedrechselte Einzelstücke :-)
Gefinisht mit einem Schellack-Leinöl-Mix.

Deutlich Günstigere aus maschineller Großserienfertigung gibt es hier (sind aber auch eine ganz andere Qualität).
Wer sich selbst einen basteln will findet die losen Stähle hier.
Wie funktionieren die?






Schwedischer Feuerstahl mit gedrechseltem Griff aus Geweih, Einzelstück

Reicht für ca. 3.000 Zündungen.
Ein passendes Reibmetall gibt es hier, aber im Grunde funktioniert das auch mit jedem normalen Messer.

Es sind alles von Sebastian in seiner Freizeit von Hand gedrechselte Einzelstücke :-)
Gefinisht mit einem Schellack-Leinöl-Mix.

Deutlich Günstigere aus maschineller Großserienfertigung gibt es hier (sind aber auch eine ganz andere Qualität).
Wer sich selbst einen basteln will findet die losen Stähle hier.
Wie funktionieren die?

Schwedischer Feuerstahl mit gedrechseltem Griff aus Exotenholz, Einzelstück

Reicht für ca. 3.000 Zündungen.
Ein passendes Reibmetall gibt es hier, aber im Grunde funktioniert das auch mit jedem normalen Messer.

Es sind alles von Sebastian in seiner Freizeit von Hand gedrechselte Einzelstücke :-)
Gefinisht mit einem Schellack-Leinöl-Mix.

Deutlich Günstigere aus maschineller Großserienfertigung gibt es hier (sind aber auch eine ganz andere Qualität).
Wer sich selbst einen basteln will findet die losen Stähle hier.
Wie funktionieren die?


Feuerstein


Feuerstein ist ein sehr hartes Gestein das hauptsächlich in Schichten des Jura und der oberen Kreide in Form von großen unregelmäßigen Knollen oder Platten zu finden ist.
Die Entstehung von Feuersteinknollen ist nicht vollständig geklärt aber der organische Ursprung ist durch Reste von Schalen und Skeletten von Kieselschwämmen und Kieselalgen im Feuerstein bewiesen.

Feuerstein war, wegen seiner großen Härte, der berechenbaren Spaltbarkeit und der ungemein scharfen Schlagkanten, in der Jungsteinzeit ein wichtiger Rohstoff zur Werkzeug- und Waffenherstellung, weshalb er mitunter auch der "Stahl der Steinzeit" genannt wird.
Ein steinzeitliches Feuerzeug bestand aus Feuerstein, Zunder und Pyrit.

Einen Eindruck davon wie wichtig Feuerstein in der Steinzeit war vermittelt wohl das Feuersteinbergwerk von Abensberg-Arnhofen und die "Feuersteinstraße".
Die "Feuersteinstraße" ist ihren mit ca. 250 Kilometern Länge eine der ältesten rekonstruierten Verbindungslinien Mitteleuropas in der Steinzeit. Sie führt vom Feuersteinbergwerk Abensberg-Arnhofen in Bayern über den Böhmerwald nach Böhmen. Über sie kamen schon vor ca. 7.000 Jahren Feuersteine aus Bayern in die Siedlungen des Pilsener und Prager Beckens.
Das Feuersteinbergwerk von Abensberg-Arnhofen ist mit ca. 20.000 Schächten und einer Nutzungszeit von über 1.000 Jahren eines der Größten seiner Art in Mitteleuropa.
Heute sind ca. 100 Feuerstein"bergwerke" in Europa bekannt, die mitunter hunderte oder gar tausende bis zu 12 Meter tiefe Schächte aufweisen in denen Feuersteine abgebaut wurden.

Während der Steinzeit wurden die Techniken zur Geräte- oder Waffenherstellung ständig weiterentwickelt und optimiert. Im späten Neolithikum erreichte dieses Handwerk einen besonders hohen Perfektionsgrad.
Auf den Seiten des Landschafts-Museums Obermain werden einige steinzeitliche Werkzeuge und Schlagtechniken zu Feuersteinbearbeitung näher erläutert und vorgestellt.

Auch in späteren Zeiten blieb Feuerstein ein wichtiger Rohstoff. So diente Feuerstein in Steinschlosswaffen vom 16. bis ins 19. Jahrhundert als Zünder. Daher auch der Name Flinte. Er schlug mit hoher Geschwindigkeit auf ein Schlageisen, die dabei entstehenden Funken entzündeten das Schwarzpulver.
Anfang des 18. Jahrhunderts war die Herstellung der Flintensteine ein wohlgehütetes Geheimnis der Franzosen. So war es z.B. bei Todesstrafe verboten, sich den Steinbrüchen zu nähren.

Wenn man Feuerstein mit einem Hammer bearbeitet, sollte man unbedingt mit Schutzbrille und Handschuhen arbeiten, da die umher fliegenden Splitter irre scharf sind.

Feuerstein Abschläge

Kann man notfalls auch zum Feuerschlagen verwenden, aber die Handverlesenen sind deutlich besser, d.h. diese liegen nicht so gut in der Hand, haben nicht so gerade und nicht so scharfe Kanten wie die Handverlesenen.
Die Normalen bis Riesigen werden am häufigsten zum Feuerschlagen verwendet.


Handverlesene Feuerstein Abschläge

Handverlesene Feuerstein Abschläge, die besonders gut zum Feuerschlagen geeignet sind, d.h. sie haben mindestens eine Kante die super Funken schlägt (d.h. relativ gerade ist, so daß man sich nicht die Knöchel aufschlägt und vom Winkel her so, daß sie scharf genug ist um gut Funken zu schlagen, aber nicht so dünn, damit sie nicht so schnell zersplittert) und sie liegen gut in der Hand :).
Die Mini Abschläge sind schwierig zu halten, aber funktionieren auch.
Die Normalen bis Riesigen sind am bequemsten zu halten und werden am häufigsten zum Feuerschlagen verwendet.


Bänderfeuerstein (Kilopreis)

Polnischer Bänderfeuerstein, danach haben wir jahrelang gesucht, jetzt haben wir ihn :-)

Wird im Pack oder Stückweise bestellt. Berechnet wird nach Kilo.

Enthält je ein Stück mit einem Gewicht von ca. 0,7-1 Kilo

Sortierung 2

Menge:
16,95 € / Kilogramm

Feuersteinknollen

Feuersteinknollen zum Kilopreis.
Bei den Normalen ist es meist so, daß 3-4 Brocken in einer Tüte sind die ca. 1-1,3 Kilo wiegt, da die Feuersteinknollen ja nicht in Kilo abgepackt an Bäumen wachsen ;-) Wir berechnen dann natürlich das tatsächliche Gewicht.

Menge:
6,95 € / Kilogramm
5,95 € / Kilogramm

Schwarzer Obsidian

Ist zwar nicht zum Feuerschlagen geeignet, aber wie auch Feuerstein wurde Obsidian in der Steinzeit wegen seines scharfkantigen, muscheligen Bruchs als Material für Werkzeuge, Speer- und Pfeilspitzen bis hin zu Schwertern geschätzt.
Im Neolithikum wurde Obsidian aus dem sempliner Gebirge (Ungarn) bis in die Gegend südlich von Leipzig, den Bodensee, den Balkan und Makedonien gehandelt.
Im römischen Reich wurden Spiegel aus geschliffenem und poliertem Obsidian verwendet und die Assyrer importierten Obsidian u.A. aus den Nairi-Ländern (nordöstliche Türkei).

Steht für das Sternzeichen Skorpion.
Schon immer wurden dem Obsidian magisch-mythische Kräfte nachgesagt, ein Glaube der sich durch die Jahrtausende bis heute gehalten hat.
Er gilt als Schutzstein, der seinen Träger vor schwarzer Magie, kommenden Gefahren, negativen Einflüssen und falschen Freunden bewahren soll.

Nachgesagte Wirkung in Steinheilkunde und Volksglauben:
- Hilft bei Magie, Hellsehen und Heilung

Verschieden große Stücke Obsidian zum Kilopreis.
Wird (je nach Größe) im Pack oder Stückweise bestellt. Berechnet wird nach Kilo.



Enthält je ein Stück mit einem Gewicht von ca. 0,9-1,99 Kilo

Größensortierung 1

Menge:
13,95 € / Kilogramm

Zunder und Anzünder


Baumwoll Zunder

Nitrierte Baumwollfasern.
Dieser Zunder ist zwar nicht im mindesten authentisch aber dafür günstig und er läßt sich schön in Portionen schneiden.
25 Gramm reichen für ca. 15-20 Feuer.

Rohrkolben Zunder

Ein Gramm reicht für ca. 8-10 Feuer.
Nitrierter Rohrkolben Zunder ist der verdammt beste Zunder den ich kenne. Der ist so "flauschig" daß jeder Funke sich sofort darin verfängt. Allerdings braucht es etwas Übung, damit der Zunder durch den Luftzug beim schlagen nicht weggeweht wird.
Das Zeug ist in der Herstellung echt aufwendig. Ich dachte ja schon den Zunderschwamm zu verarbeiten wäre Arbeit, aber der Rohrkolben Zunder toppt das.
Wie mache ich den selbst?


Birkenrinde

Andere Namen: Cortex Betuale, Betula alba, Beresta, Birch bark, Birkenleder

Das Bild links ist nicht mehr ganz aktuell. In der Fuhre die wir jetzt haben sind mehr Holzrestchen an der Rinde und die Stücke sind teils kleiner. Dafür sind sie aber auch 58% günstiger als beim letzten Mal. :-)

Die kanadischen Kanus wurden aus der wasserdichten Birkenrinde hergestellt. Sie liefert Birkenteer und ätherisches Öl und wurde auch zum braun Färben von Klamotten oder Ostereiern verwendet.
Der Birkenteer wurde früher zum Konservieren von Juchtenleder und zum Verkleben von Pfeilspitzen verwendet. Außerdem diente er zum Abdichten von Gefäßen oder Desinfizieren von Wunden des Viehs. Der Birkenteer verleiht dem Birkenrauch besonderen Geschmack, weshalb Birkenholz ein beliebtes Holz zum Räuchern von Fisch und Fleisch darstellt.
Rindenöl ist in medizinischen Seifen enthalten. Die Indianer verwendeten sie bei diversen Leiden, wie z.B. starkem Wechselfieber, Skorbut und Hautausschlägen. Viele mexikanische Indianer verwenden Birkenrinde in Zusammenhang mit ihren Riten. Es werden Amulette gegen den bösen Blick und gegen alle Formen von Schadenzauber und Hexerei gefertigt. Die Rinde wird bei Fieber und Kopfschmerzen mit noch anderen Ingredienzien verräuchert.
Birkenrinde mischt sich zum Räuchern gut mit Cassia, Muira Puama, Poleiminze, Sage, Sassafras, Weihrauch, Ysop.


Anzünddochte

40 cm lange, wachsgetränkte Kerzendochte.
Wer kennt das nicht. Das Holz ist fertig geschichtet zum anzünden, nur der Anzünder liegt so tief im Stapel begraben, daß man mit 'nem normalen Streichholz nicht mehr ran kommt. Mit dem 40 cm Docht stehen die Chancen da schon besser :-)
Auch sehr praktisch bei allem was man lieber aus ein wenig mehr als einer Streichholzlänge Entfernung anzünden möchte.

Gewachste Dochte

20 cm lange, wachsgetränkte Kerzendochte.
Wer kennt das nicht. Das Holz ist fertig geschichtet zum anzünden, nur der Anzünder liegt so tief im Stapel begraben, daß man mit 'nem normalen Streichholz nicht mehr ran kommt. Mit dem 20 cm Docht stehen die Chancen da schon besser :-)
Auch sehr praktisch bei allem was man lieber aus ein wenig mehr als einer Streichholzlänge Entfernung anzünden möchte.
Natürlich lassen sie sich auch ganz normal zur Kerzenherstellung verwenden. :-) Das untere Ende ist bei den Runddochten markiert.



Streichhölzer

Und wenn das Feuer schlagen mal gar nicht klappen will, gibt es ja immer noch Streichhölzer ;-)

Überallzünder Streichhölzer

Klasse I, Keine Altersbeschränkung.
Diese Streichhölzer lassen sich an jeder halbwegs rauen Oberfläche entzünden. Getestet habe ich das schon an Hauswänden, Keramiktellern, Steinen, Holzscheiten, Schmirgelpapier, unserem Packtisch und einigen Dingen mehr. Klappt super! Sogar mit dem Daumennagel bekommt man es mit ein wenig Übung hin.
Leider hat sich Holger bisher standhaft geweigert damit den ultimativen "Italowestern 3 Tage Bart" Test zu machen ;-)
Diese Überallzünder können genauso benutzt und gelagert werden wie normale Streichhölzer, sind ungiftig und genügen den gleichen Kriterien wie Sicherheitszündhölzer.


Anleitung zum Feuer schlagen & zur Zunderherstellung


Erst seit 1833, nach der Erfindung der Streichhölzer, ist Feuermachen eine einfache und schnelle Sache.
Vorher mußte es z.B. mit Stein & Stahl geschlagen werden.

Zunderherstellung

Als Zunder benutzte man unter anderem Rohrkolbensamen (landesrechtliche Naturschutzbestimmungen beachten), Werg (kriegt man im Klempnerbedarf), Zunderschwamm (Achtung viele Baumpilzarten stehen unter Naturschutz), Löwenzahnsamen, nitrierte Schafwolle oder gekohltes Leinen.

Gekohltes Leinen

Leinenstücke in eine Blechdose mit zwei oder drei Löchern (z.B. mit einem Nagel geschlagen) legen. Die Dose dann für einige Zeit in die Glut eines Feuers legen und eine Weile warten. Nach dem rausholen abkühlen lassen und fertig ist das poröse, gekohlte Leinen.

Rohrkolben Zunder Herstellung

Wird zerpflückt und dann in Waschpulver gewaschen. Nach dem Spülen wird er getrocknet.
Die "Fussel" in eine 20%ige Salpeter-Lösung legen (z.B. 50gr Salpeter + 200 ml Wasser).
Jetzt 2 - 3 Tage stehen lassen (zwischendurch mal wenden).
Danach auf Zeitungspapier trocknen lassen.
Das Ergebnis ist der beste Zunder den ich kenne. Er fängt beim kleinsten Funken Feuer. Trocken lagern.
Gibt es hier auch fertig zu kaufen.

Zunderschwamm Zunder Herstellung

Zunderschwamm in ca. 1-2 mm dicke Scheiben schneiden. Geht z.B. mit einer alten Brotschneidemaschine.
Die Scheiben in eine 20%ige Salpeter-Lösung legen (z.B. 50gr Salpeter + 200 ml Wasser).
Sollte nur knapp in der Lösung liegen und nicht schwimmen.
Jetzt 2 - 3 Tage stehen lassen (zwischendurch mal wenden).
Sollte der Salpeter auskristallisieren (sieht ein bißchen wie Glasscherben aus) ist das nicht weiter schlimm.
Wer möchte kann ihn so lange er noch weich ist "breiter klopfen" (Ähnlich wie bei Schnitzeln). Dadurch wird er größer, fluffeliger und besser. (Ich persönlich bin dazu aber immer zu faul).
Danach auf Zeitungspapier trocknen lassen.
Das Ergebnis ist erstklassiger Zunder, der trocken gelagert werden sollte.

Anleitung zum Feuerschlagen mit Feuerstein und Stahl


Um ein Feuer zu machen, Feuerstein und Zunder zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und mit den Feuerstahl von oben nach unten an der scharfen Kante des Steins entlang schlagen, so daß Funken auf dem Zunder zu liegen kommen und dort einen Glutherd bilden.
Da der Zunder nur glüht und keine Flamme entwickelt, braucht die Glut jetzt neue Nahrung, um nicht zu erlöschen.
Feinfaserige, trockene Materialien wie Distelwolle, zerpflücktes morsches Holz, alte zerriebene Brennesselstengel, Birkenrinde (frisch oder getrocknet, möglichst dünn geschält), trockene Kiefernnadeln oder Stroh eignen sich besonders.
Wenn die Glut im Brennmaterial liegt, drückt man das Ganze vorsichtig zusammen, damit der glimmende Zunder neue Brennmaterial auch entzünden kann. Jetzt vergrößert man den Glutherd durch hineinblasen.
Jetzt nur noch die Fackel dranhalten, weit ausholen und auf das nächste Strohdach werfen.
(Für alle die in der geistigen Verfassung sind, das wirklich zu tun: DAS WAR EIN SCHERZ!)
Durch das Feuer schlagen können Teile des Feuersteins absplittern. Wenn die in die Augen fliegen, kann das Verletzungen hervorrufen. Also besser nur mit Schutzbrille üben.


Was man so braucht:
- Feuerstahl
- Feuerstein
- Zunder (z.B. Leinenzunder, Rohrkolbenzunder oder Zunderschwamm)
- Ein Heunest (Ein wenig Birkenrinde im Heunest hilft beim späteren Anzünden des Holzes, da das Heu im Gegensatz zur Birkenrinde doch recht schnell verbrennt).

Vom Leinenzunder ein kleines Stückchen abschneiden.
Je "fluffeliger" der Zunder ist, desto leichter verfängt sich ein Funke darin (deshalb ist der Rohrkolbenzunder auch so verdammt gut).
Bei Leinenzunder hat es sich bewährt den Rand ein wenig aufzurauhen.

So hält man das Ganze ohne sich beim Schlangen die Finger abzuschürfen.
Eigentlich braucht man nicht so viel Zunder, aber bei Fotografieren ist es leichter, wenn man sich nicht so beeilen muß, daher habe ich ein größeres Stück genommen.

Den Stein mit einer scharfen Kante nach außen halten, die lange Kante des Schlägers am Stein anlegen und "zielen".

Bis ich bessere Bilder habe bleiben hier noch ein paar aus der alten Anleitung (irgendwie habe ich es diesmal nicht so gut hinbekommen die Funken im Bild "einzufangen"'.
Den Feuerschläger [ nicht die Fingerknöchel ;-) ] in einer schnellen Bewegung von oben nach unten an der scharfen Kante des Steins _entlang_ schlagen (nicht _drauf_schlagen).
Das hier ist der am häufigsten mißerverstande Punkt: Es kommt nicht auf Kraft an, sondern auf Zielgenauigkeit und Geschwindiglkeit. Schlägt man zu kräftig, zerbröselt die Feuersteinkante oder, in extremen Fällen, nimmt der Feuerstahl Schaden (der ja spröde geschmiedet sein muß um gut zu funktionieren). Schlägt man zu langsam, bilden sich keine Funken.
Zu Übungszwecken kann man erstmal mit den Fingerknöcheln der zur Faust geballten einen Hand an der Handkante entlangschlagen um den Bewegungsablauf zu üben. Wenn es weh tut, hat man zu kräftig geschlagen oder hat die flache Hand nicht nur gestreift, sondern war zu nah dran (ist schwer in Worte zu fassen, wie ich gerade merke).

Auf den Bildern ist gut zu sehen, daß die Funken auch auf dem Stein landen.
Ich persönlich puste schon während dem Schlagen auf den Zunder, damit ein Funke ihn auch sofort entzündet. Das ist aber nur ratsam, wenn man die Schlagtechnik gut beherrscht, da herumfliegende Feuersteinstückchen nicht sooo lustig sind, wenn man mit dem Gesicht zu nahe dran ist.
Nach etwas Übung bin ich inzwischen in der Lage den Zunder mit 5-6 Schlägen zum glühen zu bringen.

Jetzt glüht der Zunder, also ab ins vorbereitete Nest.

Das Heunest vorsichtig zusammendrücken und langanhaltend pusten. Also nicht kurz und kräfigt wie beim Kerzen auf einem Geburtstagskuchen auspusten, sondern eher wie beim Suppe auf einem Löffel kühler pusten (nur kräftiger).
Leider ist es mir bisher nicht gelungen den Moment bildlich einzufangen in dem das Heunest Feuer fängt, da es in diesem Moment immer recht schnell gehen muß, wenn man sich nicht die Finger verkokeln will ;-)
Jedenfalls ab in den vorbereiteten Holzstapel damit.

Und fertig ist das Feuer. :-)
Ist mit den richtigen Materialien und ein wenig Übung Kinderleicht. Das ist übrigens wortwörtlich zu nehmen. Es kaufen immer wieder motivierte Lehrer von Grundschulklassen bei uns ein, die Ihren Schülern mal was "lebendigeres" bieten wollen als Kreidestaub an Tafeln und Druckerschwärze auf Papier. :-)