Historische Poliermittel


Bimsmehl

Zur regelmäßigen Pflege von Metallteilen und zur Entfernung von Rostflecken.
Einen Lappen zuerst in etwas Öl tauchen, dann in Bimsmehl. Polieren, polieren, polieren. :-) Danach mit einem weichen Tuch abreiben und fertig. Ist irgendwie ambientiger als moderne Rostschutzmittel oder Ballistol auf 'ner Veranstaltung auszupacken und funktioniert prima.
Olivenöl wird gerne von Restauratoren zum Entrosten verwendet, da es Rost durch die in ihm enthaltene Säure schneller anlöst als das Metall. Ist aber z.B. zur Messerpflege wegen der Säure nicht zu empfehlen.
In der Körperpflege dienen Bimssteine zum vorsichtigen Entfernen von Hornhaut.
Bis heute wird Bimsmehl als Seifenzusatz (Bimsstein-Seife), Schleifmittel und Poliermittel verwendet. Früher auch zum Abschleifen von Schiefertafeln.


Schachtelhalm

Andere Namen: Equisetum arvense, Ackerschachtelhalm, Zinnkraut, Pfeifenstiel, Hollpiepen, Katzenschwanz, Fuchszagel

In den Zellen der sehr derben Epidermis (Oberhaut) finden sich Silikatkristalle. Aus diesem Grund wurden Schachtelhalme früher zum Glätten und Polieren von Holz, Knochen, Horn und Metall, insbesondere Zinn, verwendet. Daher auch der Name Zinnkraut. Auch Vergolder und Geigenbauer schätzen den Feinen Schliff des Schachtelhalms.
Das Zinnkraut galt als blutstillend. In der Volksmedizin wurde Schachtelhalm als Blutreinigungsmittel, bei Tuberkulose, bei Blasenleiden, Wassersucht, Augenkrankheiten, Bluthusten, Brustschmerzen, Wunden und Geschwülsten angewendet.