Pfeilspitzen


Stein-Pfeilspitzen, europäische Form

Handgearbeitete Pfeilspitzen aus Stein.
Größe ca. 2 - 4 cm.
Gibt es in verschiedenen Farben (ist aber alles Jaspis)

einzeln

gemischte Farben und Größen

Menge:
2,95 € / Stk.
Auf Lager

Günstige Stein-Pfeilspitzen

Handgearbeitete Pfeilspitzen aus Stein.
Größe ca. 2 - 4 cm.
Gibt es in verschiedenen Farben (ist aber alles Jaspis)

einzeln

gemischte Farben und Größen

Menge:
2,95 € / Stk.
Auf Lager


Pfeilspitze

Handgeschmiedete, historischen Originalen nachempfundene Pfeilspitze aus hochwertigem Kohlenstoffstahl.

Art ca. Länge ca. Gewicht ca. Innenmaß Schafttülle
Typ 018 4,1 cm 8,6 Gramm 9 mm
Typ 009 4,6 cm 8,9 Gramm 7,9 mm
Typ 009 B 4,6 cm 8,9 Gramm 7,9 mm
Typ 009 C 5,2 cm 17 Gramm 7,9 mm
Typ 024 4,9 cm 15 Gramm 7,9 mm
Typ 076 6 cm 26,5 Gramm 10 mm

Wir bitten zu beachten, daß die Pfeilspitzen alle handgeschmiedet sind und es sich deshalb bei den Maßen um ca.-Werte handelt.


Pfeilspitze

Handgeschmiedete, historischen Originalen nachempfundene Pfeilspitze aus hochwertigem Kohlenstoffstahl.

Artca. Längeca. Gewicht
Typ A7 cm20 Gramm
Typ B8 cm15 Gramm
Typ C7 cm10 Gramm
Typ D7 cm10 Gramm
Typ E7 cm,
Breite ca. 4 cm
20 Gramm
Typ F6,5 cm15 Gramm
Typ H16 cm45 Gramm
Typ I15 cm48 Gramm
Typ J16 cm48 Gramm
Typ K9 cm18 Gramm
Typ M9 cm20 Gramm
Typ O9 cm21 Gramm

Wir bitten zu beachten, daß die Pfeilspitzen alle handgeschmiedet sind und es sich deshalb bei den Maßen um ca.-Werte handelt.
Innendurchmesser für den Schaft beträgt ca. 9 mm.

Einzeln

Menge:
5,50 € / Stk.
Auf Lager

Einzeln

Menge:
9,95 € / Stk.
Auf Lager

Pfeilspitzen 12er Komplettset

Menge:
84,00 € / Set (12 Stk.)
79,95 € / Set (12 Stk.)
Auf Lager

Rothirsch Sehne

Echte Rothirsch Beinsehne von Hirschen die zur Fleischgewinnung gehalten wurden.
Schonend luftgetrocknet

ca. Maße
Größe 1
Größe 2
Größe 3
Länge
14-17 cm
18-20 cm
21-25 cm

Verarbeitungsanleitung

Eine Sehne

Menge:
3,95 € / Stk.
Auf Lager

Horn Nocken

Bownocks aus Wasserbüffelhorn, konisch gebohrt im 11 Grad Winkel.
Ohne Sehenkerbe.
Lassen sich auf Hochglanz polieren.
Befestigung historisch mit Knochenleim oder modern mit 2-Komponenten-Klebstoff.

Teil A:
Länge: ca. 7,5 cm
Durchmesser Bohrung : ca. 12 mm

Teil B:
Länge: ca. 5,4 cm
Durchmesser Bohrung : ca. 13,5 mm

Historische Leime und Klebmassen


Knochen- Haut und Hasenleim sind Glutinleime.
Glutinleime werden seit über 4000 Jahren verwendet. Sie waren die verbreitetsten Klebmittel für Holz, Papier, Leder, Knochen und viele andere Materialien. So wurde für das Bett der Ehefrau Tut-Anch-Amuns Leim verwendet und das römische Militär benutzte Schilde die aus kreuzförmig verleimten Furnieren bestanden (ähnlich den heutigen Furnierplatten).
Die Klebkraft von Glutinleimen ist außerordentlich hoch. Beim Trocknen schrumpfen sie und ziehen die zu verleimenden Teile so zusammen. Die Leimung ist reversibel und kann unter Zufuhr von Wärme und Feuchtigkeit wieder gelöst werden ohne das Werkstück zu beschädigen.

Heute werden sie hygienisch aus frischen, entfetteten Schlachtabfällen durch thermische Hydrolyse und Heißwasserextraktion hergestellt. Die dabei erhaltene Leimbrühe wird gereinigt, in mehrstufigen Vakuumverdampfern schonend konzentriert, durch Abkühlen in die feste Gelform gebracht, zerkleinert und getrocknet. Knochenleim ist vollkommen unschädlich und umweltfreundlich.
Bebilderte Kurzanleitung

Knochenleim

Knochenleim ist ein seit mehreren hundert Jahren vor allem bei Tischlern gebräuchlicher Leim und wird aus Knochen hergestellt. Er ist härter als Hautleim (eignet sich also besonders für Teile, die sich nicht biegen), lässt sich gut verarbeiten und härtet schnell aus.
Er findet Verwendung als Klebstoff für Papier, Pappe, Holz, Filz, Stoff und Leder, in der Buchbinderei, beim Schildbau, in der Instrumenten- & Etuifabrikation, für Vergoldungen und vieles andere mehr.
Warmleimpinsel gibt es hier.

Anleitung zur Verwendung von Knochenleim:

Je nach Verwendungszweck wird Knochenleim in 2 bis 50%en Lösungen verwendet.
Wir haben für unseren ersten Versuchen 1 Gewichtsteil Knochenleim und 4 Gewichtsteile Wasser genommen, was sich im Nachhinein als zu wässrig erwiesen hat.
Leimgranulat und Wasser vermischen und ca. 2 Stunden (ist von der Granulatgröße abhängig) quellen lassen.
Dann im Wasserbad bei 65 Grad unter gelegentlichem umrühren auflösen. Das geht sehr schnell.
Der Leim darf nicht kochen, dadurch kann er unbrauchbar werden.
Nach wenigen Minuten ist der Leim gebrauchsfertig und kann noch beliebig weiter mit Wasser verdünnt werden.

Eine andere, schnellere aber auch schwierigere Methode:
Knochenleim unter ständigem Rühren direkt in heisses Wasser (85 Grad) einrühren und bis zur vollständigen Lösung weiterrühren. Dieses Verfahren ist besonders für hochkonzentrierte Leimlösungen bei Verwendung grober Körnungen geeignet.
Als Verarbeitungstemperatur wird 60 Grad empfohlen.
Bebilderte Kurzanleitung

Hautleim

Hautleim ist vielseitig als Klebstoff für Papier, Pappe, Holz, Horn und Sehne verwendbar.
Hautleim ergibt nicht-thermoplastische und nicht alternde Leimschichten von hoher Elastizität, Härte und Kerbschlagzähigkeit. Die Leimfuge ist elastischer als bei Knochenleim.
Er ist völlig ungiftig, reizt weder Haut noch Schleimhäute und ist biologisch abbaubar.
Hautleim klebt "zweifach": Als Schmelzkleber mit hoher Anfangshaftung und als Eiweißkleber außerordentlicher Festigkeit.
Warmleimpinsel gibt es hier.

Mit Hautleim wurden im Mittelalter z.B. Federn und Spitzen von Pfeilen befestigt oder Hornnocken an Bögen. Die für englische Kriegspfeile typische grüne Farbe im Bereich der Federn rührte daher, daß der Leim mit etwas Kupfervitriol versetzt wurde, was die Haltbarkeit erhöhen sollte.
Beim Bau historischer Kompositbögen wird Hautleim verwendet um, auf der dem Schützen abgewandten Seite des Bogens, einen Rohhaut- oder Sehnenbelag aufzubringen (Rohhautbacking / Sehnenbacking) oder auf der Bauchseite für das Facing.
Hautleim (meist mit Zucker oder Zitrone versetzt) wurde lange Zeit zur Gummierung von Briefmarken oder Briefumschlägen verwendet. Daher auch der Name Mundleim.
Hautleim wird auch in der Papierherstellung, beim handwerklichen Buchbinden und zur Restauration alter Bücher verwendet.
Wegen seiner hohen Schutzkolloidwirkung wird er auch zur Herstellung von Textil- und Färbereihilfsmitteln verwendet.
Durch seine Elastizität ist Hautleim für das Grundieren von Leinwand und anderen flexiblen Malgründen geeignet.
Er wird bei der Vergoldung für Kreidegründe, Poliment und Drückmassen verwendet.

Anleitung zur Verwendung von Hautleim:
Dehnviskosität: 85 mPas
Gallertfestigkeit (also Klebekraft): 253 Bloomgram
Hautleim wird in verschiedenen Gallertfestigkeiten hergestellt. 135 ist die Niedrigste für allgemeine Holzarbeiten verwendete Klebekraft, 253 ist die Höchste in der Regel für Instrumentenbau verwendete Klebekraft.
Hautleim wird je nach Verwendungszweck in Lösungen von 2- bis 50% verwendet.
In kaltes Wasser einzurühren und ca. 2 Stunden vollständig quellen lassen.
Danach im Wasserbad bei einer Temperaturen von 50-60 Grad unter
Rühren auflösen und warm verarbeiten.
Zur Herstellung weniger starker Lösungen läßt sich die Wassermenge teilen und die eine Hälfte der Leim kalt einrühren und die andere Hälfte nach der Quellung mit ca. 85 Grad beimischen.
Besonders hochkonzentrierte Leimlösungen lassen sich aber auch unter ständigem Rühren direkt in sehr heißem Wasser (ca. 85 Grad) anmischen.
Als Verarbeitungstemperatur sind ca. 60 Grad am besten.
Weitere Verarbeitungshinweise


Hasenleim

Die Leimfuge ist elastischer als bei Knochenleim.
Hasenleim wird in der Papierherstellung, beim handwerklichen Buchbinden und zur Restauration alter Bücher verwendet.
Durch seine Elastizität ist Hasenleim für das Grundieren von Leinwand und anderen flexiblen Malgründen geeignet. Er wird bei der Vergoldung für Kreidegründe, Poliment und Drückmassen verwendet.
Warmleimpinsel gibt es hier.

Anleitung zur Verwendung von Hasenleim:
Dehnviskosität: 10–13 mPas
Gallertfestigkeit (also Klebekraft): 270-300 Bloomgram
Hasenleim wird in verschiedenen Gallertfestigkeiten hergestellt. 135 ist die Niedrigste für allgemeine Holzarbeiten verwendete Klebekraft, 253 ist die Höchste in der Regel für Instrumentenbau verwendete Klebekraft.
25 Gramm Hasenleim in 75 Gramm kaltem Wasser (höchstens Raumtemperatur) zwei Stunden quellen lassen. Danach im Wasserbad bei einer Temperaturen von 50-60 Grad unter
Rühren auflösen und warm verarbeiten.
Weitere Verarbeitungshinweise

Kiefernpech

Ähnlich wie Birkenpech war Kiefernpech zu "vorchemischen" Zeiten ein unverzichtbares Hilfsmittel mit vielen Verwendungsgebieten.
Es ist eines der ältesten Klebemittel und wurde bereits in der Steinzeit zum Einschäften von Pfeilen und Messerklingen verwendet.
Sattlern diente es zum einpechen des Nähzwirns.
Im Bootsbau ebenso wie in der Böttcherei diente es als universelles Dichtungs- und Konservierungsmittel.
In der Zimmerei und Landwirtschaft schützte es Teile mit Erdkontakt (Pfähle, Pfosten etc.) vor Verrottung.
Es ist ein reines Produkt der Kiefernholzdestillation und frei von Mineralöl-Derivaten (also kein Bitumen).
Zur Verarbeitung wird es in der Regel auf ca. 120°-150° C erhitzt.

Birkenteer / Birkenpech

Andere Namen: Birkentheer, Dagget, Dziegiec, litauischer Balsam, Degot, Degut, schwarzer Degen, Oleum Rusci, Russisches Öl

Birkenpech ist sozusagen der Thermokleber der Steinzeit. Bereits im Paläolithikum (Altsteinzeit) wurde es verwendet.
Vielfach Verwendung fand es auch im Mittelalter. z.B. zum befestigen von Pfeilspitzen.
Er wurde auch zum Konservieren von Juchtenleder benutzt und diente zum Abdichten von Gefäßen oder Desinfizieren von Wunden bei Vieh.
Sinti und Roma haben es bis weit ins 20. Jahrhundert hergestellt und für alle möglichen Zwecke verwendet. Mit Birkenpech wurde geklebt, gedichtet, isoliert,...
Richtiges Birkenpech gewinnt man durch das Erhitzen von Birkenrinde unter Luftabschluß. In der Theorie einfach, in der Praxis schon schwerer. Das größte Problem ist eine gleichmäßige Hitzezufuhr und der totale Luftabschluß, sonst verbrennt es einfach.

Einen Eßlöffel mit Birkenteer über einen Gasbrenner oder auch ein Teelicht halten. Der Teer wird weich und kann dann mit nassen Fingern vorsichtig geknetet werden evtl. etwas abkühlen lassen. Ist halt Erfahrungssache.
Oder etwas Teer in eine kleine Dose und auf einen Gaskocher stellen. Mit einem Holzstab rühren. Der Teer bleibt am Holzstab hängen und kann dann mit nassen Fingern geknetet werden. Achtung, der Teer sollte nicht anfangen zu kochen. Was auch gut geht, ist den Teerbrocken mit einem Feuerzeug ca. 5 - 10 Sekunden erhitzen, warten und eine kleine Menge mit nassen Fingern abnehmen und kneten, dann verarbeiten.
Wenn man mit dem Pfeil fertig ist kann man den Teer leicht mit dem Feuerzeug erhitzen und nachformen oder auch glätten. Benötigte Menge pro Pfeilspitze ca. 3 -5 Gramm.


Kleisterspritze

20 ml Kleisterspritze zum Beseitigen von Blasen und zum Nachspritzen von nicht gekleisterten Stellen.