Holzpflege


Leinöl

Garantiert rein, doppelt gekocht, harzfrei.
Tolles Zeug! Prima geeignet um Holz damit zu behandeln.
Wir behandeln damit privat z.B. unsere Holzschuhe.
Links gibt es ein vorher/nachher Beispiel von mit Leinöl behandeltem Holz.
Es wurde nicht mit Farbe oder Beize nachgeholfen. Es ist wirklich nur pures Leinöl verwendet worden.
Wie funktioniert das?

Leinöl ist ein natürlicher Holzschutz und wird seit Jahrtausenden für die Imprägnierung und Konservierung von Holz, Putz, Stuck, Mauerwerk und Terracotta verwendet. Schon die Phönizier haben es um 700 v. Chr. als Schutzanstrich für ihre Schiffe verwendet und auch ein heute von der französischen Marine zugelassener Schiffslack besteht zu 70% aus Leinöl.
Im Mittelalter wurde Leinöl als Korrosionsschutzmittel für Rüstungen und Waffen verwendet (Schwarzbrennen) und im letzten Jahrhundert verwendete man es auch im Fahrzeugbau. In Oldtimerkreisen, in der Denkmalpflege und beim gesunden Bauen kehrt man heute wieder zu dieser ungiftigen Art der Konservierung zurück. Das Öl geht eine wasserunlösliche Verbindung mit Fe3+-Ionen im Rost ein und bildet nach dem Abbinden einen rissfreien Überzug.

Leinöl ist auch im Außenbereich bei starker Wetterbelastung als Holzschutz geeignet. Es ist wasserabweisend, dabei jedoch dampfdiffusionsoffen und dringt im Gegensatz zu vielen anderen Holzpflegemitteln tief ins Holz ein und polymerisiert im Innern des Holzes zu einer sehr stabilen Verbindung. Je flüssiger das Öl, desto tiefer dringt es ein, weshalb entweder erwärmtes oder sehr hochwertiges und damit dünnflüssiges Leinöl verwendet werden sollte.
Als erste Schicht, zum Grundieren, ist am besten dünnflüssiges rohes Leinöl geeignet. Nach einigen Stunden sollte noch nicht eingezogenes Öl mit einem Lappen abgewischt werden. Für die letzte Schicht, den Schlussanstrich, eignet sich am besten gekochtes Leinöl (sogenanntes Hartöl), da es durch das Kochen schon anpolymerisiert wurde und dadurch schneller aushärtet und stärker glänzt. Werden diesem Hartöl noch zusätzlich Trocknungsstoffe beigesetzt, erhält man Leinölfirnis. Ein solcher Firnis (vom französischen le vernis = Lack) dringt nicht so tief ins Holz ein und wird deswegen mit Lösungsmitteln (Terpenen) verdünnt, wodurch der Holzschutz weniger wirksam ist als bei der Verwendung von unverdünntem, kaltgepresstem, rohem Leinöl.
Vorsichtsmaßnahmen: Leinöl ist, mit gesunden Menschenverstand angewendet, ungefährlich, neigt aber bei einem hohen Zerstäubungsgrad zu Selbstentzündung bei Raumtemperatur.
Mit Leinöl getränkte Stoffe unbedingt auf einer nicht brennbarern Fläche flach zum Trocknen auslegen oder in Wasser tränken oder in einem luftdichten Behälter (z.B. einem Schraubglas oder einer Metalldose) aufbewahren (wegen dem Selbstentzündungs Risiko). Pinsel mit Leinölseife auswaschen oder bis zur nächsten Benutzung in rohes Leinöl hängen.


Spenderflasche

Leere Spenderflasche aus Plastik mit Schraubspitze.
Praktisch zum Arbeiten mit Kleber, Schellack oder Leinöl.
Sebastian hat sich sehr gefreut als er festgestellt hat, daß sich sein Leinöl-Schellack-Mix damit wesentlich sicherer dosieren läßt als mit einem Einmachglas und die Dosierspitze nicht sofort verklebt, wenn man sie kurz mit einem Tuch abwischt.

Größe ca. 12 cm, Inhalt ca. 60ml